mare-Autoren an Bord:
Kerstin Viering und
Dr. rer. Nat. Roland Knauer

Die beiden mare-Autoren halten Referate über die Geheimnisse und die Faszination der Meere und deren Bewohnern.

09.07. – 13.07.2012 Mein Schiff 2

mare ist eine sechs Mal im Jahr erscheinende Kultur- und Reisezeitschrift aus dem Mareverlag, der seinen Sitz in der Hamburger Speicherstadt hat. Die Zeitschrift beschäftigt sich ausschließlich mit Themen aus dem Lebensraum der Meere und mit den Menschen, die am, vom oder auf dem Meer leben und arbeiten. Auf dieser Reise begleiten uns die mare-Autoren Kerstin Viering und Dr. rer. Nat. Roland Knauer.

Die Autoren:

Kerstin Viering, geboren 1971, ist Diplom-Biologin. Ihre Schwerpunkte Naturschutz, Ökologie und Zoologie nutzt sie heute für ihre Arbeit als Wissenschaftsjournalistin, verliert aber dabei andere Bereiche der Biologie, sowie die Geowissenschaften und die Archäologie nicht aus den Augen. Bei den Tageszeitungen schreibt sie vor allem für Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, Stuttgarter Zeitung und Wiener Zeitung.
Dr. rer. nat. Roland Knauer, geboren 1957, hat Chemie studiert und 1987 in Molekularbiologie, Virologie und Immunbiologie promoviert. Seit 1989 arbeitet er als freier Journalist und Fotograf für Tageszeitungen wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, Tages-Anzeiger in Zürich, Wiener Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Tagesspiegel. Beiträge und Bilder drehen sich meist um Natur und Umwelt, Naturwissenschaften und Naturreisen.
Auf gemeinsamen Reisen haben die beiden Autoren in verschiedenen Regionen der Welt wie der Antarktis, Neuseeland, Südamerika, Afrika und Spitzbergen Themen rund um die Natur recherchiert. Als Autorenteam haben sie bisher mehr als zehn Sachbücher bei verschiedenen Verlagen wie zum Beispiel mare in Hamburg oder dem Berlin-Verlag veröffentlicht. Dazu kommen viele populärwissenschaftliche Beiträge für Sachbücher und Lexika, sowie Broschüren für öffentliche Verwaltungen, große Forschungsinstitute und Naturschutzorganisationen. Ihre Arbeit stellen beide Autoren unter www.naturejournalism.com vor. Die Autoren begleiten uns dieses Jahr wieder auf der Island-Reise (09. bis 23. Juli 2012).

Die Vorträge:

Wale und Delfine – Geheimnisvolle Meeressäuger

Als vor 30 Millionen Jahren der Antarktis ein Eispanzer wuchs, gab dieser Klimaumschwung den Startschuss für die Entwicklung der modernen Wale und Delfine. Dabei entstanden aber nicht nur die Giganten der Tierwelt, die friedlich durch die Weltmeere mümmeln und ihre Nahrung dabei aus dem Wasser sieben. Die Vereisung brachte später auch die größten Räuber hervor, die noch heute Jagd auf andere Riesen der Meere machen: Bis zu neun Meter lange Orcas oder Schwertwale nehmen es nicht nur mit großen Haien auf, sondern bringen ihrem Nachwuchs auch bei, wie man diese Beute mit Karate-Schlägen außer Gefecht setzt. Pottwale sind mit 18 Metern Länge und dem Gewicht eines Eisenbahnwagens von 50 Tonnen nicht nur viel größer, sondern nehmen es sogar mit Riesenkraken auf, nach denen sie bis zu 3000 Meter tief tauchen.

Wo der Pfeffer wächst: Der Seeweg zu den Gewürzen Indiens

Pfeffer und Muskat, Vanille und Zimt – so hießen die absoluten Luxusartikel im 15. Jahrhundert. Denn sie wurden nur in Indien und noch weiter östlich liegenden Ländern gewonnen. Jeder Zwischenhändler auf dem langen Weg bis nach Venedig, Genua, Spanien und Portugal aber trieb die Preise massiv in die Höhe. Und dann kassierten die damaligen Erzfeinde der Europäer, die Osmanen, auch noch so saftige Zölle, dass solche Gewürze in Europa bald mit Gold aufgewogen wurden. Verzweifelt suchten damals vor allem Portugiesen und Spanier daher einen Seeweg nach Indien, der diese Preistreiber umgehen sollte. Aber gab es ihn überhaupt? Konnte Afrika weit im Süden umsegelt werden? Würde nicht schon lange vorher die immer heißer scheinende Sonne die Haut der tapferen Seefahrer verbrennen oder würden die Ungeheuer der Meere sie mitsamt ihren Schiffen verschlingen? Ein Problem wäre das kaum gewesen, denn die Abenteurer wagten sich in winzigen Nuss-Schalen aufs Meer hinaus. 

Pinguine und Albatrosse – Die Natur der Polarregionen

Wenn Kaiserpinguine in den heulenden Eisstürmen der Antarktis ihren Nachwuchs großziehen, müssen sich die Eltern blind aufeinander verlassen können. Fast wie viele Paare der Menschen geben die Pinguin-Eheleute ihre Sprösslinge in den Kindergarten, bevor sie sich auf ihren langen Arbeitsweg machen. Auch Scheidungen und Diebstahl haben Pinguine lange vor den Menschen erfunden. Albatrosse wiederum machen sich mit Kameras auf dem Rücken als Spione der Wissenschaft auf ihren Weg rund um den Globus. Ihrem Partner aber bleiben diese Globetrotter ein Leben lang treu. Bis ein verwitweter Vogel einen neuen Gefährten findet, dauert es viele Jahre. Und Witwer gibt es unter Albatrossen häufig, seit Menschen mit hundert Kilometer langen Leinen Fische fangen.

Kurs Süd, Kurs Nord: Pioniere der Polarforschung

Wer als großer Entdecker in die Geschichte eingehen wollte, dem blieben am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts nur noch die Pole als wirklich lohnende Ziele. Und so kämpften sich Abenteurer und Ruhmsüchtige durch die Eismassen im Hohen Norden und Süden. Viele Expeditionen scheiterten, tapfere Polarforscher wurden von Eisbären attackiert, ihre Schiffe sanken von Eisschollen zerquetscht, etliche verloren ihre Leben. Andere sonnten sich im Ruhm eines Nordpol-Bezwingers, obwohl sie in Wirklichkeit Hunderte von Kilometern entfernt umkehren mussten. Moderne Heldensagen entstanden um Namen wie Roald Amundsen, Fridtjof Nansen oder Ernest Shackleton, etliche von ihnen kamen nie aus der Welt des Eises zurück. 

Außerdem:
  • Out of africa – Frühmenschen erobern die Welt
  • Tschüß Eis? Die Polargebiete im Klimawandel
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